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Mama werden ab 35: Trend zur späten Mutterschaft hält an

Von allen Kindern, die im Jahr 2011 in Deutschland auf die Welt gekommen sind, hatten knapp 25 % eine Mutter, die bei der Geburt bereits 35 Jahre oder älter war. Im Jahr 1981 lag der Vergleichswert noch bei 6 % und hat sich seit seitdem vervierfacht. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) mitgeteilt. Die Tendenz zur späten Geburt vollzieht sich in Ost- und Westdeutschland ähnlich, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau: Bei den 1981 in der DDR geborenen Kindern hatten nur 2 % eine Mutter mit vollendetem 35. Lebensjahr. Im Jahr 2011 betraf es in Ostdeutschland jedes fünfte Kind (19 %), im Westen jedes vierte (25 %). Längere Ausbildungszeiten, veränderte Erwerbsbedingungen und sich wandelnde Normen sind wesentliche Gründe dafür, dass Frauen in Deutschland immer länger warten, ehe sie sich für ein Kind entscheiden. „Viele junge Leute, Frauen ebenso wie Männer, wollen zudem noch andere private Ziele verwirklichen und realisieren daher Kinderwünsche relativ spät“, weiß Jasmin Passet vom BiB. Mit Folgen für die Bevölkerungsentwicklung: Eine späte Erstgeburt verkürzt die Zeitspanne der Gebärfähigkeit und reduziert damit die durchschnittliche Kinderzahl.

Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung BiB

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